Über 400 Straßentunnel schlängeln sich allein durch das deutsche Straßennetz, besonders auf dem Weg in den Sommerurlaub passiert ihr zwangsläufig die imposanten Bauwerke. Enge Fahrspuren, künstliche Beleuchtung und die dröhnende Akustik sorgen bei vielen von euch rasch für einen höheren Puls. Sorgen vor einer Panne oder einem Unfall im engen Raum verstärken das beklemmende Gefühl zusätzlich. Dabei verwandelt ihr die vermeintliche Stressfalle mit ein paar Handgriffen sofort in einen absolut beherrschbaren Streckenabschnitt.
Gute Vorbereitung bringt Gelassenheit
Der Stress beginnt meistens schon wenige Meter vor der Tunneleinfahrt. Sobald ihr das Schild für die Unterführung seht, stellt ihr euch gedanklich auf den Lichtwechsel ein. Schaltet frühzeitig das Abblendlicht ein, verringert das Tempo leicht und vergrößert den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug deutlich. Wer mit Sonnenbrille am Steuer sitzt, setzt diese vor der Einfahrt ab. Eure Augen gewöhnen sich so viel schneller an die dunklere Umgebung und ihr behaltet von der ersten Sekunde an den vollen Überblick. Euer Radio bleibt eingeschaltet, damit ihr wichtige Verkehrsdurchsagen sofort mitbekommt.
Klare Schritte retten Leben
Bleibt euer Wagen im Tunnel plötzlich stehen, entscheidet das richtige Handeln über eure Sicherheit. Schaltet sofort die Warnblinkanlage ein und rollt mit dem Fahrzeug so weit wie möglich an den rechten Rand. Besser noch: Ihr steuert den Wagen bis zur nächsten Pannenbucht oder verlasst das Bauwerk komplett, falls das Auto noch rollt. Knipst nach dem Anhalten den Motor aus, zieht eure Warnweste an und verlasst das Fahrzeug extrem vorsichtig. Stellt das Warndreieck auf, helft Verletzten und bekämpft kleine Entstehungsbrände nur dann mit dem Feuerlöscher, wenn ihr euch dabei nicht selbst in Gefahr bringt.
Perfekte Technik schützt im Hintergrund
Moderne deutsche Verkehrstunnel gehören zu den sichersten Verkehrswegen überhaupt. Überall wachen Kameras, Sensoren und Lautsprecher über das Geschehen in der Röhre. Nutzt für Notrufe am besten immer die fest eingebauten Notrufstationen an den Tunnelwänden statt eures Smartphones. Durch den Hörer erkennt die Leitzentrale exakt euren Standort, sperrt betroffene Fahrstreifen direkt über digitale Schilder und schickt sofort Rettungskräfte los.
Schnelle Wege in die Sicherheit
Grün leuchtende Rettungszeichen mit dem weißen Piktogramm eines laufenden Menschen zeigen euch jederzeit den kürzesten Weg zum Notausgang. In modernen Bauwerken erreicht ihr nach maximal 150 Metern eine sichere Tür. Diese Türen führen meistens in geschützte Querstollen oder direkt in die parallele Tunnelröhre. Wer diese Schilder schon beim Durchfahren aufmerksam registriert und im Stau sofort eine saubere Rettungsgasse bildet, reist jederzeit mit einem rundum sicheren Gefühl.




